Die Geschichte von Salomonsborn

Recherchiert und in Kurzform zusammengestellt von Achim Siegel aus Salomonsborn.
Noch mehr Informationen gibt es unter Historie Salomonsborn.

1143 ... prenominato patre Willegyso in memoriam sui dilecteque sororis SophiÄ™ de propriis prediis et reditibus sitis in Turingia et Saxonia, scilicet Geisbotesleibe, Chindehusen, Salemannesbrunnen, Eschenberc, Husun, Harstal et ultra flumen Unstrut Merchesleibe, Godenhelingun, Grabaho, Cornere, Hohungun cum pertinentibus ad easdem villas ...

soweit als kurzer Auszug der lateinische Text im Original

Heinrich Erzb. v. Mainz bestätigt dem Stiftskapitel des h. Victor zu Mainz unter a. die zehnten seines salischen Besitzes im ganzen Erzstifte, sowohl in Ostdeutschland, als in Sachsen u. in gen. Gauen um Mainz, desgleichen was Kaiser Otto III auf Ansuchen des Erzb. Willigis zu seinem u. seiner Schwester Sophie Andenken von s. Eigengütern u. Einkünften in Thüringen und Sachsen vermacht hat, nämlich Gispersleben (Geisbotesleiben), Kühnhausen (Chindeshusen), Salomonsborn (Salemannesbrunnen), Eschenbergen (Escheneberc), Hausen (Husun), Harstal, u. jenseits der Unstrut: Merxleben (Merchesleibe), Bothen-Heiligen (Budenhelingun), Grabe (Grabaho), Körner (Cornere) Hohungen mit allem Zubehör
1346, April 8., Mainz Petrus, Dekan und das ganze Kapitel S. Victoris außerhalb Mainz verpachten alle ihre in den Gemeinden Geyspotsleyben, Salmansborne, Heilingen, Graba, Kornre, Schonerstete, Tiffental und sonst in Thüringen gelegen Güther Herrn Albertus de Bychelingen, episcopus Ybunensis, auf 4 Jahre gegen eine Pension von 8 Mark Silber , zu Mainz in Gold oder Turnosen nach Mainzer Währung zu zahlen ohne allen Behelf. Als Pfand setzt der Pächter seine Kurie ad cuspidem in Mainz und stellt zu Bürgen Marquard von Dippung, Kanoniker zu S. Victor, Arnold von Brunswig seine Kapellane und Gyso Goldschmidt in Mainz unter der Verpflichtung zum Einlager in Mainz für den Fall der Nichteinhaltung des Termins.
1467, Januar 1.* Ich Cuntz von Bibra und Mellerstat und ich Philiph von Bibra in Brambergk gesessen genettn bekomen und thun kunt allermeniglich mit disem gegenwertigen brive für uns und alle unser Erben,dass wir mit gutem vorwolbedachten mute und vole recht und redlichem gelihen haben mit hande und mit mude und haben mit disem gegenwertigen brive Hansen Utcßpergk birger in erffurt und allen seinen erben dass dorff Salmanßborn und dass Gericht da selbst in dorff und in felde uber halß und uber hant und alle zinße rent und genelle als vor alterdar in gehort hat und sie und ir alte von den slawwnen von den die selben lehen in kauffe weiße uff Casparn von Bibra unsern eltern vater seligen komen sein und von den selben in lehen gehabt haben und getan als solcher lehen gewonheit und recht ist. Und wollen Sie da beschützen und verteidigen als ander unser lehen leute und wir weren sie der selben lehen ongende Bey solcher leihung sein gewest und getzeugen die Erbarn und Vesten Cuntz Steinrücke und Veit von Gremle von unnser von Bibra wegen und Er anselm von Sangerhusen in dieser Zeit Rathmeister der Stat Erffurt von Utcßpergk wegen sein vetter und Hermann Utcßpergk sein bruder und viel ander glaubhaftiger leute dass zu verkünde und merer sicherheit haben wir vor genaten Cuntz und Philiph von bibra gemelten fur uns und unser erben unser iglich sein eigen Insigel wissentlich an disen brive gehangen der geben ist nach unsers hern Cristi geburtvirtzenhundert und der nach in dem syben und sechtzigstenjaren off deß heiligen newen iars tagk.
1604, Februar 14.* Der Gebrüder Christoph und Heinrich von Utzberg Kaufbrief für den Rath zu Erffurth über das Dorf Salomonsborn nebst Zugehör d. den 14. Februar 1604
Kauffbrief über das Dorf salomonsborn, so theils Gleichisch=theils Bibraisch Lehen ist, und von Christoph und Henrich zu Utzberg, Gebrüdern ff. Rath zu Erffurth vor 5000 fl. verkauft worden
de a° 1604 14 february
Die aufgeführten Urkunden befinden sich in verschiedenen Archiven in Thüringen, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Hessen. Neben den vorgenannten Urkunden wird der Ort in unterschiedlicher Schreibweise auch in anderen Dokumenten erwähnt. Salomonsborn gehörte zusammen mit anderen Orten zur Vogtei Nottleben, die bis 1706 bestand. Während des dreißigjährigen Krieges wurde der Ort stark zerstört und die Einwohnerzahl hatte sich drastisch verringert. Die kursiv geschriebenen Textteile wurden in der Originalgrammatik und Orthografie wiedergegeben.
um 1570 wurde Christoph von Utzberg in Salomonsborn geboren, Waidhändler und Ratsherr, Stadthauptmann, Stadtvogt 1611, Ratsmeister 1616, 1621, 1626; gest. 1626
1601 wird am 16.02. Susanna von Utzberg, Tochter des Christoph von Utzberg, in Salomonsborn getauft.
1604 In den Verrechten werden die Namen der Nachbarn von 35 Häusern genannt:
Merten Kluge, Hans Gansert der Alte, Hans Ziehn, Hans Kluege, Heine Burkhart, Henckel Braun, Michel Range, Hans Ziehn, Jacob Große, Ullrich Gansert, Michel Müller, Hans Möller, Hans Biehmann, Katharina Burkhart, Lazarus Burkhart, Walter Gerneck, Merten Range, Balzer Stieffel, Leonhardt Ziehn, Hein Vinz Range, Vinz Rangen fraw, Wendel Range, Hans Apell, Heine Kraushaar, Christoffel Völker, Hans Möller der Alte, Görge Rese, Hans Burkhart, Hans Leonhart, Merten Möller, Wendel Apell, Hans der Alte, Bastian Völker, Curdt Lappe, Volkmar Westhausen
1618 - 1648 Der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648 brachte wechselnde Einquartierungen. In dieser Zeit drangen kaiserliche Truppen unter dem Grafen Merode in das Erfurter Gebiet ein und plünderten die Bevölkerung aus.
1634 Pfarrer in Salomonsborn war Johann Volbracht (Volprecht), der auch Pfarrer in Kühnhausen, Tiefthal, Marbach und Ilversgehoven war.
1640 wurden von schwedischen und Lüneburg’schen Truppen starke Verwüstungen angerichtet.
1662 Anlangende das Itzige Wohnhaus welches der Schuelmeister besihet/: weilen das wehnte Schuelhaus uffm Kirchhofe gestande , gestalt dann auch E:E:Hochw: Rath wegen J. Utzbergs Hinterbliebenen reste an gelde Anleitung gegeben, das rechte Schuelhaus wieder aufzubauen. So ist nichts alß das Stüblein mehr zu gebrauchen das ander alles verwüstet, ist dem Stifft B. Mariae jährlich uff wieder kauff 3 ortsgülden zinßbar. Diß alles haben die 2. Inspectores undt theils Eltisten der Vormundschaft Subscribirten Schuelmeistern angemeldet und vorgesagt auf zu zeichnen. Signatum den 11. May 1662
1664 rückten 8200 kurmainzische Söldner unter dem Generalwachtmeister von Sommerfeld zur Vollstreckung der Reichsacht an Erfurt heran und schlugen zwischen Tiefthal, Marbach und Salomonsborn ein Feldlager auf. Diese drei Dörfer wurden fast gänzlich zum Lager abgetragen, die Kirchen erbrochen, die Glocken von den Türmen genommen.
1704 auf Lichtmeß entstand hier in Salomonsborn eine Feuersbrunst in der Herrengasse. Hans Konrads Zieglersche Haus, Stall und Scheune ist abgebrannt.
1705 Mariä Lichtmess (2. Februar) sind in Salomonsborn 2 neue Klokken angeschafft worden, welche in Erfurt gegossen wurden.
1706 Die Vogteien werden mit der Landgemeindereform aufgelöst. Salomonsborn gehört zum neu gebildeten Amt Alach.
1713 Hat die Gemeinde Salomonsborn ihr Brauhauß und Braugerechtigkeit erkauft von 100 Taler von Valentin Hühn und seinen Mit-Consorten.
1717 Zu dieser Zeit waren in Salomonsborn 40 Häuser, worunter Schul- Back- und Hirtenhauß.
1719 hat die Gemeinde Salomonsborn ein neu Brauhauß aufbauen lassen for den Malte .
1722 A° 1722. den 7 Febr, entstund zu Salomonsborn eine gefährliche Feuersbrunst, dadurch sieben Häuser und drey Scheuern verzehret wurden, worunter die Schule und die sogenannte Gottes Scheuer. Eod. anno den 8. July ist die Schule wieder neu auffgerichtet.
1728 Johann Caspar Leyding war Pastor in Salomonsborn bis 1746.
1738 wird im Frühjahr (17. März) die alte Kirche abgerissen. Am 23. April ist Grundsteinlegung für die neue Kirche.
1739 Der Kirchturm ist fertiggestellt. In Salomonsborn sind 47 Nachbarn.
1744 wurde ein neues Backhaus errichtet.
1746 Gabriel Conrad Müller wird Pastor in Salomonsborn bis 1753.
1747 Am 27 Jun. 1747 ist unsere neue Kirche allhier eingeweiht worden.
1753 Johann Salomon Braun wird Pastor vicarius in Salomonsborn bis 1759.
1757 Karl August Naumburg wird Pastor vicarius in Salomonsborn bis 1766
1763 Festo Annuntiat: Mariae ist zum erstenmal die von der Gemeinde gekaufte Orgel, wozu aber von der Kirche 50fl. sind zugeschoßen worden, gespielet worden; Es haben die Inwohner an keinen Fleiß und Kosten fehlen laßen, sondern ihre Hochachtung gegen ihr GottesHauß auf das Deutlichste an den Tag gegeben. Das Orgelwerk kostet überhaupt 200 fl. gut Geld und 150 fl. schlecht Geld, nebst der alten Orgel.
1766 Johann Bartholomäus wird Pastor in Salomonsborn und ist bis 1790 hier im Amt.
1773 Jonas Stichling wird Lehrer in Salomonsborn bis 1831 und damit 58 Jahre als Lehrer in Salomonsborn tätig.
1805 Der preußische König Friedrich Wilhelm genehmigt mit Schreiben vom 29. Nov. 1805 die Verpflichtung des Conrectors der Barfüßer – Knabenschule Dornheim zum Seelsorger der Gemeinden Marbach und Salomonsborn.
1806 - 1813 Das Erfurter Gebiet wird zusammen mit der Stadt Erfurt Fürstentum Erfurt und gehört zu Frankreich und ist Napoleon direkt unterstellt, ab 1813 wieder zu Preußen.
1807 In diesem Jahr ist eine neue Schule hier gebaut worden.
1815 Die preußische Regierung beginnt mit einer neuen Verwaltungsorganisation. Am 30. April wird der Regierungsbezirk Erfurt gebildet.
1817 Die preußische Regierung zu Erfurt ordnet das Schreiben von Ortschroniken an.
1825 10.April abends 8 1/4 Uhr brach hier in Salomonsborn eine schreckliche Feuersbrunst in Hans Dietrich Hühn seiner Scheuer aus. In kurzer Zeit 15 Wohnhäuser mit 13 Scheuern ohne Ställe und Nebengebäude der gesamte Obertheil des Dorfes bis an den Dorfbrunnen und Herrenbrunnen war nieter gebrannt bei den Hause Nr. 2.
1841 In demselben Jahre ist auch das alte und baufällige Brauhaus abgebrochen und mit dem vorhandenen Gerätschaften verkauft worden.
1847 In diesem Frühjahr und Sommer herrschte eine große Teuerung und die Fruchtpreiße stiegen zu einer ungemeinen Höhe. Ein Malter Weizen kostete 84 Taler, ein Malter Korn 72 Taler, ein Malter Gerste 48 Taler und ein Malter Hafer 24 Taler Erfurter Gemäß. Der Grund von diesen Preisen lag teils in einer allgemeinen Missernte, welche sich über ganz Europa erstreckte, teils in dem Mangel an Kartoffeln.
1849 Wurde eine gesprengte Glocke von dem Glockengießer Benjamin Sorge umgegossen und eine dritte vom Turm der Andreaskirche in Erfurt angekauft.
1854 Im Juli kam ein Befehl, dass niemand mehr mit Stroh decken soll, sondern es soll alles mit Ziegeln gedeckt werden.
1870 Hier in Salomonsborn wurden zwölf Bürger eingezogen: Oskar Müller, Eduard Kästner*, Karl Schmidt*, Alexander Hoffmann*, Ernst Müller, Za-charias Kupfer*, Heinrich Schlöffel, Ernst Kolbe, Ernst Hartung, Oskar Altenburg und Friedrich Kupfer. Von diesen waren fünf (*) verheiratet und deren Frauen bekamen aus der Gemeinde, je nach Verhältnis, Unterstützung. Im Frühjahr wurde die Kaiserlinde vor der Schule gepflanzt und eine Linde am Dorfbrunnen.
1873 Im Jahre 1873 wurde im Deutschen Reich eine Münzen-, Maße- und Gewichtsordnung ins Leben gerufen, und es fungiert in der Münzordnung die Mark, in der Maßeordnung der Meter und in der Gewichtsordnung das Kilo.
1876 Der Landrat veranlasste eine Volkszählung. Danach Salomonsborn hat 184 Einwohner.
1877 Gründung der Feuerwehr.
1878 Im Jahr 1879 erhielt unser Ort einen eigenen Postbriefkasten der am Hause Nr. 26 angebracht war. Die Postboten sind dazu verpflichtet, denselben täglich morgens und abends zu öffnen.
1882 Es wird festgelegt, dass die Kirchweihfeier nur am 3. Sonntage im Oktober und den folgenden Montag stattfinden darf; das bedeutet am zwei und 23. Oktober diesen Jahres.
1886 Im Jahre 1886 ist die Viehwaage im Dorfe gebaut und bewährt sich für unseren kleinen Ort außerordentlich. Dieselbe kostete inklusive Haus 400 Mark.
1888 Wurde der Rosenbrunnen an Gispersleben-Kiliani verkauft. Im Jahre 1888 ließ die Gemeinde vier Nachtlaternen im Ort anbringen, die eine in der Herrengasse, die zweite am Eingang zu Lindenstraße, die dritte beim Spritzenhaus und die vierte in der Bachstraße. Das Stück kostete 20 Mark. Es wurde ein Mann darüber gesetzt, welcher dieselben putzen, Öl einschütten, abends 6 Uhr anbrennen und 11 Uhr wieder löschen musste. Beim Mondschein und im Sommer wurde natürlich keine der Lampen an-gebrannt.
1893 Beginn der Chaussee Marbach - Salomonsborn(600m)
1894 Weitere 800m der Chaussee Marbach – Salomonsborn werden gebaut.
1895 Fertigstellung der Chaussee Marbach – Salomonsborn.
1896 Von den Hausbesitzern in der Bachstraße ist im Jahre 1896 eine Wasserleitung vom Dorfbrunnen aus auf eigene Kosten gebaut worden.
1898 Es sind im hiesigen Orte 192 (Einwohner) Knechte und Mägde. Die Schule besuchen 28 Kinder, nämlich 18 Knaben und nur 10 Mädchen. Gesamt 55 Nachbarn.
1906 Eine Poststelle in Alach für Alach, Salomonsborn, Gut Schaderode, Ermstedt, Gottstedt, Frienstedt, Gutshof Fürstenhof wird eingerichtet.
1908 Der Ort erhält Stromanschluß.
1913 Der Gastwirt Richard Kolbe, jetzt hier in Salomonsborn, hat beantragt, dass ihm die Gemeinde ungefähr 1400 qm für den Preis von 50 Pf. pro qm von dem Anger verkaufen möge, damit er auf der Fläche einen Gasthof mit Nebengebäuden erbauen kann.
1917 Eine Kriegsfolge war die Abgabe zweier Glocken, von hundert Stück Prospektpfeifen und sämtlicher Kupferkessel aus unserem Ort.
1921 Es soll eine Ehrentafel für gefallene Krieger in der Kirche aus schwarzem Granit für 1650 Mark beauftragt werden.
1922 Als Ersatz für die abgelieferten Glocken (2 Stück 1914-1918) wurden zwei neue Glocken auf Kosten der Ortsgemeinde zu 13.000,00 Mark ange-schafft.
1928 Der Winter im Jahre 1928/1929 war seit dem Jahre 1849 der strengste. Die Temperatur sank bis zu 35 Grad, so dass sehr viel Wild dabei eingegangen ist, sämtliche Nussbäume im Dorfe sind erfroren, von den Süßkirschbäumen platzte die Rinde, Zwetschgen-, Birnen- und Apfelbäume gingen noch in diesem Jahr an den Folgen der Kälte ein.
1939 Salomonsborn hat 207 Einwohner und gehört zum Landkreis Weißensee.
1941 Die Glocken der Kirche mussten abgeliefert werden. Am 1. Mai werden die Glocken vom Kirchturm heruntergelassen.
1945 Am 10. April gegen 11 Uhr erfolgte der Beschuß von Salomonsborn durch amerikanische Truppen mit Phosphorgranaten, und bald brannte es an mehreren Stellen. Die weiße Fahne wurde auf dem Kirchturm erst danach gehisst. Der Gemeindediener Dahnert blies bei Alarm auf dem Kuhhorn im Dorf, da es keine Sirene gab. Die eingesetzte Feuerwehr war machtlos. Bei dem Bauern Walter Krähmer (Nr. 28/29) verbrannten sämtliche Scheunen und der Stall mit dem gesamten Rindviehbestand. Beim Bauern Hugo Wächter (Nr. 31) verbrannte die neu erbaute Scheune und vier Stück Rindvieh. Bei dem Bauern Hugo Schreiber (Nr.27) verbrannte ebenfalls die Scheune mit Wagen und landwirtschaftlichen Maschinen. Beim Bauern Arno Pressler (Nr. 12) brannten drei Scheunen ab, bei Franz Möller (Nr.23) eine Scheune mit Schuppen, bei Reinhold Möller (Nr.16e) Scheune und Stall. Das Vieh konnte glücklicherweise unter großer Aufopferung noch gerettet werden. Außerdem ging bei dem Beschuß im ganzen Dorfe viel Federvieh verloren. Menschenleben waren durch Gottes gnädigen Schutz nicht zu beklagen. Durch Beschuß mit schweren Granaten wurde das Haus des Kirchenkassenrendanten Otto König (Nr. 31a) vollständig zerrissen, ebenso das Haus des Bauern Ernst Trost. Von diesem Haus wurde die ganze Vorderfront zerrissen und halb auf die Straße (geworfen).
1946 Für die Durchführung der Bodenreform wurde eine Gemeindekommission gebildet. Ihr gehörten an: Vorsitzender Oswald Hempel, Robert Freitag, Louis Höhne, Alfred Herz und Alfred Dahnert. Die Bodenreform wurde am 2.5. als abgeschlossen gemeldet, die Ziehung der Grenzfurchen und Steinsetzung erfolgte bis zum 6.4. Es wurde ein Ablieferungssoll für landwirtschaftliche Produkte festgesetzt.
1949 Ende des Jahres erfolgte in Alach die Gründung einer MAS (Maschinen – Ausleih – Station).
1950 endete die Schule in Salomonsborn für die Klassen 5-8. Diese Schulkinder gingen von da an in Marbach in die Schule. Der letzte Lehrer in Salomonsborn war Gerhard Grabow. Bis 29.04.1950 war Karl Backhaus Bürgermeister der Gemeinde Salomonsborn. Die Rücktrittserklärung des Bürgermeisters Karl Backhaus schloss gleichzeitig ein Zeitalter der sich bis dahin selbstständig verwalten-den Gemeinde Salomonsborn ab. Im Zuge einer Vereinfachung und Kostensenkung in den Gemeindeverwaltungen wurde die Gemeinde Salomonsborn der Gemeinde Alach angegliedert und ist jetzt ein Ortsteil der Gemeinde Alach. Am 02.06.1950 erfolgte die Eingemeindung.
1957 Einrichtung einer Konsum-Verkaufsstelle im Haus Nr.10. Erster Vorsitzender wird Gisbert Helbing, später Manfred Schmidt.
1960 Die LPG „Einigkeit“ Salomonsborn Typ III wird gebildet. Erster Vorsitzender wird Manfred Schmidt. Im nicht mehr genutzten Gemeinde - Hirtenhaus (Nr. 34) wird das LPG-Büro mit Telefon eingerichtet.
1964 Am 31.12.1964 wurde eine Volks- und Berufszählung durchgeführt. Danach hatte Salomonsborn 84 männliche und 110 weibliche Einwohner.
1977 Die Wasserleitung wird im gesamten Dorf unter Mithilfe aller Nachbarn er-neuert. Verzinkte Stahlrohre werden in Rohrgräben verlegt. Alle Häuser er-halten einen Anschluss mit Wasseruhr. Zwischen Brunnen und Bassin wird ein Pumpenhaus errichtet, in dem eine Druckerhöhungsanlage installiert wird. Die Einweihung erfolgt im Oktober.
1980 Die kontinuierliche Müllabfuhr erfolgt ab 14.04. Zuständig ist VEB Stadtwirtschaft Erfurt.
1992 Der ,,Alacher Anzeiger'' erscheint erstmalig im September als Mitteilungsblatt für Alach, Salomonsborn und Schaderode.
1993 Vom 27.08. bis 05.09. Festwoche zur 850-Jahrfeier von Salomonsborn.
1994 Am 1. April wird Alach Ortsteil von Erfurt, damit auch Salomonsborn und Schaderode.
1995 Ab 01. April gelten neue Straßennamen. „Anger“ wird in „Herrenstraße“ umbenannt, „Erfurter Straße“ in „Dionysiusgasse“, „Lindenplatz“ in „Am Lindenberg“, „Bachstraße“ in „Am Rosenborn“. Außerdem werden die Hausnummern jetzt straßenweise vergeben.
2004 Mit der Kommunalwahl am 27. Juni 2004 wird Salomonsborn eine selbständige Ortschaft. Als Ortsbürgermeisterin wird Frau Landherr gewählt.
2006 Die Einwohnerzahl von Salomonsborn hat sich um 22 auf 1088 verringert.
2007 Die Kirmesgesellschaft entscheidet sich, das Kirmesfest nicht mehr im Saal der Gaststätte "Hohe Warte" zu feiern, sondern ein Festzelt auf dem Sportplatz aufzubauen. Am 26. Oktober findet somit die erste Zeltkirmes statt.
2012, Januar Salomonsborn bekommt Anschluss an das DSL-Netzt und verfügt damit über eine schnelle Internetanbindung. Im gleichen Jahr wird die Postleitzahl von 99100 auf 99090 geändert.

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